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Was hilft, wenn das Augenlid zuckt?

Kleine Bewegung, großer Nervfaktor: Lidzucken ist unangenehm. Woher die unwillkürliche Bewegung kommen kann und wann ein Arztbesuch ratsam ist
von Sophie Kelm, aktualisiert am 15.04.2016

Zuckendes Augenlid: Unangenehm und nervig

Fotolia/iko

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die besonders nerven: Ein Mückenstich, ein kratzendes Schild im Kragen oder auch ein zuckendes Augenlid. Mückenstiche heilen, Schilder kann man abschneiden. Was hilft gegen das Augenproblem?

"Das Zucken tritt in der Regel vorübergehend auf. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel Nervosität, Überreizung, Stress, Schlafmangel oder eine Entzündung der Bindehaut", erklärt Professor Gisbert Richard, Augenarzt aus Hamburg.

Lidzucken vergeht meist von selbst

Auch wenn es sich so anfühlt, als würde das ganze Auge vibrieren, von außen ist die minimale Bewegung so gut wie unsichtbar. Meistens ist das Lidzucken auch harmlos und vergeht von selbst wieder. "Ausreichender Schlaf und Nikotinverzicht sind hilfreich. Außerdem gibt es Studien, dass autogenes Training einen günstigen Einfluss haben kann", rät der Augenarzt.

Eine Entzündung des Auges oder eine Reizung der Bindehaut kann man mit entsprechenden Medikamenten behandeln. Gehen Sie also unbedingt zum Arzt, wenn nicht ausschließlich das Lid zuckt, sondern sie zudem noch etwas Anderes, Ungewöhnliches am Auge bemerken, wie zum Beispiel Rötungen oder Schmerzen. Hält das Lidzucken über längere Zeit an oder tritt es sehr häufig auf, sollten Betroffene ebenfalls zum Arzt gehen und mögliche Ursachen klären lassen.

 

Augenarzt Professor Gisbert Richard

© University Medical Center Hamburg-Eppendorf

Kann das Lidzucken auch gefährlich werden?

"In seltenen Fällen kommt es zu einem Krampf des ringförmig angelegten Muskels, der für den Lidschluss verantwortlich ist. Ein starker Krampf kann eine Sehbehinderung zur Folge haben", erklärt Professor Richard. Dieser Fall tritt allerdings nur äußerst selten auf, die Ursache des Leidens bleibt oft unklar. In solch schweren Fällen eines Lidkrampfes ist in jedem Fall der Augenarzt gefragt. Er kann eventuelle Ursachen ermitteln und eine Behandlung einleiten.

Auch wenn das Lidzucken an sich in der Regel nicht gefährlich ist, kann das Symptom in seltenen Fällen auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Daher sollte man die Ursache von einem Arzt klären lassen, wenn das Zucken über längere Zeit anhält oder sehr häufig auftritt. Liegt dem Zucken eine Erkrankung – zum Beispiel der Augen – zugrunde, sollte diese natürlich fachgerecht behandelt werden, um Komplikationen vorzubeugen.



Bildnachweis: © University Medical Center Hamburg-Eppendorf, Fotolia/iko

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